Kakao
Als Kakao bezeichnet man die Samen des Kakaobaumes und das daraus hergestellte Pulvers. Kakao ist ein wichtiges Exportprodukt zahlreicher Entwicklungsländer und dient - in verflüssigter Form - der Herstellung von Schokolade.
Der Kakaobaum wird bis zu 15 Meter hoch und trägt seine Blüten und Früchte direkt am Stamm, beschattet von fächerartigen Blättern. Da sie nur für wenige Stunden blühen, erfolgt die Bestäubung bei der Kultivierung der Pflanze künstlich. Nach vier bis acht Monaten, je nach Klima, ist die Frucht erntereif. Die 15 bis 25 Zentimeter langen und 350 bis 500 Gramm schweren Kakaofrüchte enthalten 20 bis 50 Bohnen. Um das begehrte, typische Aroma zu erreichen müssen diese in der Pulpa, dem weißen Fruchtfleisch, das sie umhüllt, fermentieren. Wärme bringt das Fruchtfleisch zum Gären, wobei die Samenkeime absterben, die Bohnen verfärben sich dunkelbraun und verlieren ihren herben Geschmack. Danach müssen die vom Fruchtfleisch befreiten Bohnen bis auf 6 bis 7 Prozent Feuchtigkeitsgehalt trocknen, um Schimmel zu vermeiden.
Kakao braucht viel Feuchtigkeit, durchschnittlich 25° C und Höhenlagen zwischen 400 und 700 m. Die Kakaoproduktion erfolgt in erster Linie in afrikanischen Ländern, wie der Elfenbeinküste und Ghana. Weitere Anbaugebiete liegen in Brasilien, Ecuador, Kolumbien, Mexiko und der Dom. Republik. Mittlerweile erfolgt der Anbau auch in Asien. Indonesien und Malaysia zählen heute zu den größten Produzenten, Java, Sumatra und Samoa bringen besonders hochwertigen Kakao zur Reife.
Kakao wird in Brasilien auf einer Fläche von 665 500 ha kultiviert. Die Gesamtproduktion an Kakaobohnen beläuft sich auf rund 214.000 Tonnen.
|